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Dual-Sim-Card-Handys: Geräte mit zwei SIM-Karten-Steckplätzen

Dual-Simkarten-Handys besitzen zwei Steckplätze für Simcards. So ist das Gerät über zwei Rufnummern erreichbar, der Nutzer kann auch Gespräche über beide Nummern führen. Die Geräte können auf unterschiedliche Art und Weise genutzt werden. Der Nutzer wählt, welche SIM dauerhaft für welche Funktion (Telefonie, SMS, mobiles Breitband-Internet) eingesetzt werden soll. Alternativ kann der Smartphone-Nutzer sich auch vor jeder Verbindung für eine SIM-Karte entscheiden. 

 

Dual-SIMs-Handys von Samsung, Nokia und Co.

Die Auswahl an Dual-Sim-Card-Handys ist in Deutschland noch recht übersichtlich. Wenige große Hersteller bieten Dual-Sim-Card-Geräte an, solide Modelle gibt es etwa ab 100 Euro. Bei günstigeren Dual-SIM-Karten-Modellen sollte man vorsichtig sein, viele billige Importgeräte verfügen oft über schlecht übersetzte Menüs.

 

Dennoch handelt es sich bei Dual-Simkarten-Smartphones mittlerweile um moderne Mittelklassegeräte mit Android- oder Windows-Phone als Betriebssystem. Hersteller wie Samsung oder Microsoft bieten mehrere solcher Dual-Sim-Card-Smartphones an. Gängige Modelle sind unter anderem das Samsung Galaxy S5 mini Duos, das Nokia Lumia 730 und 530 Dual Sim, das Honor 3C, Motorolas Moto G (2. Generation) oder das Acer Liquid Z500 Plus.

 

Doch egal für welches Dual-Simkarten-Gerät man sich entscheidet – es sollte darauf geachtet werden, dass es einen leistungsstarken Akku besitzt. Denn der Einsatz von zwei Sim-Cards gleichzeitig steigert auch den Stromverbrauch.  

 

Das Problem mit der Dual-SIM-Karten-Standby-Technik

Ein Großteil der neueren Dual-SIM-Karten-Smartphones nutzt die sogenannte Dual-SIM-Karten-Standby-Technik. Die Geräte haben dabei zwar zwei Sim-Card-Schächte, aber nur eine Funkeinheit. Das bedeutet: Während eines Telefonats ist der Nutzer unter der zweiten Nummer nicht erreichbar. Damit kein wichtiger Anruf verpasst wird, richten die Anbieter automatisch eine Weiterleitung ein. Teilweise werden dem Nutzer dafür Gebühren berechnet. 

 

Im Ausland können Dual-Sim-Card-Smartphones mit zwei Funkeinheiten erworben werden, die das Problem umgehen. Allerdings benötigen diese Geräte mehr Energie, da beide Funkteile permanent auf Empfang sind. Die Smartphones verfügen demnach entweder  über einen größeren Akku und wiegen damit mehr oder sie müssen öfter aufgeladen werden.

 

Wie sich Dual-SIM-Karten-Handys nutzen lassen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Dual-SIMs-Handy zu nutzen. In der Regel wird eine Simcard als Hauptkarte definiert. Diese wird dann automatisch für Telefonie und SMS eingesetzt. Soll eine andere Karte genutzt werden, muss der Nutzer diese vorher im Menü auswählen.

 

Die mobile Internet-Nutzung ist abhängig von dem Zugang, den man in den Einstellungen des Handys aktiviert. Dual-Sim-Card-Smartphones können auch so eingestellt werden, dass nur eine Simcard ins Internet darf. Dies ist vor allem dann eine gute Variante, wenn für die andere Simkarte keine Internet-Datenflatrate gebucht ist, sondern diese ausschließlich mit einem Telefon-Tarif bestückt ist. Allerdings funktioniert diese Trennung nicht immer zuverlässig. Es kann vorkommen, dass der Nutzer über die  SIM-Karte telefoniert, die für Telefonie vorgesehen ist, und das Smartphone während des Gesprächs über diese Sim-Card E-Mails und Updates herunterlädt. Das ist ärgerlich und würde unerwartete Kosten verursachen. Um diese Situation zu vermeiden, sollte der Kunde die Datennutzung der betreffenden Simcard beim Anbieter sperren lassen.

 

Mit Dual-SIMs Geld sparen

Nutzer von Dual-Simcard-Handys können mit dem geschicktem Einsatz der SIMs Geld sparen. Für mobiles Breitband-Internet kann beispielsweise ein reiner Internet-Datenflatrate-Datentarif mit einer reinen Web-Sim Card. Vor jedem Gebrauch des Smartphones entscheidet der Nutzer dann, welche Simcard nun zum Einsatz kommt.

 

Ebenfalls lohnenswert ist eine günstige Simcard vom Discounter, die je nach Aktion wechselnd eingesetzt wird. Der Vorteil hier: Der Nutzer bleibt mit der Hauptkarte über die eigentliche Rufnummer erreichbar. Gleichzeitig kann er für abgehende Gespräche oder für mobiles Breitband-Internet die günstigste Prepaid-Sim-Card nutzen.

 

Auch wer hin und wieder im Ausland unterwegs ist, kann eine Karte für die Nutzung hierzulande und eine zweite ausländische Prepaid-Simcard für die Nutzung in einem anderen Land verwenden.

 

Ein weiteres Anwendungsszenario ist der Einsatz der Dual-Simkarte für eine Kombination aus privatem und beruflichem Anschluss. So muss der Nutzer nicht ein zusätzliches Smartphone für die Arbeit mit sich führen.

 

Spezielle Anbieter für Surf-SIM-Karten-Only

Wer sich für die Variante entscheidet, eine SIM zur Telefonie und die zweite für die mobile Datennutzung einzusetzen, kann für die Internet-Tarife auf spezielle Simcard-Only-Datentarife zurückgreifen. Dabei handelt es sich um reine Internet-Datenflatrates, die nur mit SIM-Karte und ohne weitere Hardware vermarktet werden.

 

Neben speziellen Anbietern für Simkarten-Only-Datentarife bieten auch Prepaid-Anbieter und Anbieter mit kurzen Vertragslaufzeiten von nur einem Monat eine gute Alternative, um eine der Dual-Simkarten mit einem reinen Datentarif auszustatten.