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Das kann Android 8 alias Oreo alles

07. Februar 2018

1. Bild-in-Bild

Die Bild-in-Bild-Funktion hatte Samsung bereits 2012 in das Galaxy S3 implementiert. Damit war es möglich, Videos aus der Galerie in einem kleinen Fenster weiterspielen zu lassen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Apps mit ähnlichen Funktionen. Doch die kleinen Anwendungen wurden stets aufgrund ihrer komplizierten und langsamen Anwendung kritisiert.

 

Die native Bild-in-Bild-Funktion bei Android 8 ist tief in das Betriebssystem integriert und kann nahezu alle Videos in ein kleines Fenster minimieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese im Browser oder über eine App abgespielt werden. Selbst bei Videoanrufen wie mit Google Duo kann das Fenster minimiert werden und somit parallel etwa der Kalender oder die Mails gecheckt werden.

 

2. Benachrichtigungskanäle und -Punkte

Mit Android Oreo hat der Nutzer die volle Kontrolle darüber, wie er über App-Benachrichtigungen informiert werden will. App-Entwickler können jetzt Benachrichtigungen in Kategorien unterteilen und der Benutzer kann darüber entscheiden, wie und ob er informiert werden will. So können sich beispielsweise bestimme Benachrichtigungstypen entweder mit Ton und Pop-Up ankündigen, nur per Ton signalisieren oder sogar komplett geblockt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Apps-Benachrichtigungen mit einem Punkt anzeigen zu lassen, der rechts oben auf dem App-Symbol auf dem Homescreen und im App Drawer – also der Übersicht aller auf dem Smartphone installierten Apps – erscheint.

 

3. Schnellere Updates mit Project Treble

Android-Smartphones haben oft den Nachteil, dass sie nicht immer mit den aktuellsten Updates versorgt werden. Manche Geräte müssen lange auf ein Android-Update warten. Für andere gibt es solch ein Update erst gar nicht.

 

Mit Project Treble wird Android modularer. Der Code für die Produzenten-spezifische Hardware wird also von dem eigentlichen Betriebssystem getrennt. Somit können die Smartphone-Hersteller an den Updates arbeiten, ohne auf Hardware-Updates warten zu müssen. Kurzum: Project Treble soll den Update-Vorgang deutlich vereinfachen und beschleunigen.

 

4. Passwort-Autofill

Die Autofill-Funktion ermöglicht es, dass Passwörter in Apps nicht mehr manuell eingegeben werden müssen. Voraussetzung dafür ist, dass die Passwort-Informationen im Google-Konto oder über Passwort-Apps gespeichert werden. Die Autofill-Funktion erkennt automatisch, in welcher App sich der Nutzer gerade einloggen will. Daraufhin schlägt die Funktion die Login-Daten vor und trägt diese automatisch ein.  

 

5. Weniger Stromverbrauch

Mit Android Oreo werden gezielt Hintergrundprozesse eingeschränkt. Dadurch verlängert sich die Akkulaufzeit des Smartphones deutlich. Das Android 8 ist dazu in der Lage,  Aktivitäten wie Funkübertragungen und Ortungsaktualisierungen, die im Hintergrund laufen und viel Strom verbrauchen, automatisch zu reduzieren.

 

Zudem schreibt Google den App-Entwicklern vor, Hintergrundaktivitäten auf eine bestimmte Zeitspanne zu begrenzen. Wird diese überschritten, beendet das Betriebssystem die Aktivitäten automatisch. Zudem können Nutzer mit der optimierten Akku-Übersicht prüfen, ob Apps Strom eher im Hintergrund oder im Vordergrund verbrauchen.