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16.05.2018

Unhöfliche Kommunikation: Das Chatverhalten der Smartphone-Nutzer bei WhatsApp, Facebook und Co.

Mit dem Siegeszug des Smartphones hat sich auch das Kommunikationsverhalten maßgeblich geändert. Man ist jederzeit erreichbar, kann immer und überall telefonieren oder chatten. Vor allem Messenger-Dienste wie WhatsApp, Threema oder der Facebook-Chat bedeuten vor allem eins: Unabhängigkeit. Das betrifft nicht nur Zeit und Ort, sondern auch das Verhalten gegenüber dem Kommunikationspartner. Und das ist zuweilen mehr als unhöflich.

Plötzlicher Kommunikationsabbruch

Drei Beispiele sollen zeigen, wie sich das Verhalten zwischen zwei Kommunikationspartnern mit WhatsApp und Co. verändert hat. Beispiel 1: Man ist inmitten eines lockeren Gesprächs und fragt "Wie geht's?", "Was hast du heute gemacht?" Und plötzlich: Stille. Es kommt nichts mehr zurück. Für eine mitunter sehr lange Zeit nicht.

 

Derjenige, der die Frage gestellt hat, dürfte sich fragen, was plötzlich los ist. Gab es einen Notfall? Leidet der andere plötzlich an Vergesseritis? Oder hatte er einfach keine Lust zurückzuschreiben? Wer einfach so von der Chat-Bildfläche verschwindet, ohne Bescheid zu geben, was los ist, mit dem wird man wohl kaum ein ernsthaftes Gespräch führen können. Und ja: Das ist auch via Messenger möglich. 

 

Keine Antwort ist auch eine Antwort

Im zweiten Beispiel kommt es erst gar nicht zum oben genannten Kommunikationsabbruch, weil man schlicht und einfach von Anfang an keine Antwort erhält. Man schreibt jemanden locker an und zurück kommt – nichts.

 

Hier vermittelt der Angeschriebe deutliches Desinteresse an der Kommunikation. Besonders derb wird es, wenn die zwei blauen Häkchen erscheinen, die verdeutlichen, dass der Empfänger die Nachricht gelesen hat. Kommunikation hat viel mit Wertschätzung zu tun, mit Aufmerksamkeit und Ernstnehmen. In diesem Fall fehlt die Wertschätzung komplett.

 

Sich jede Möglichkeit offen lassen

Das dritte Beispiel zeigt ein weit verbreitetes Phänomen. Auf die Frage "Treffen am Wochenende?" erfolgt wieder einmal keine Reaktion. Im besten Fall bekommt man Freitagabend eine Antwort. Im schlechtesten Fall danach – oder eben nie.

 

Oftmals liegt das Problem hier in der bereits anfangs erwähnten Unabhängigkeit. Der Angeschriebene will sich nicht festlegen und sich alle Optionen offen halten. Vielleicht bekommt er ja noch ein reizvolleres Angebot. Durch solch ein Verhalten kann der Fragensteller sein Wochenende selbst nur schwer planen. Zudem wird die Botschaft vermittelt: Ich melde mich, wenn ich Lust habe – halte dich bereit.

 

Fazit: Man kann nicht nicht kommunizieren

Wahrscheinlich hat sich schon jeder einmal in einer der drei oben genannten Situationen wiedergefunden – ob als Sender oder Empfänger solcher Nachrichten. Und sicherlich ist das Ausbleiben einer Antwort in vielen Fällen nicht einmal böse gemeint. Plötzlich wollte der Chef etwas von einem, das Baby hat gespuckt oder man stand gerade an der roten Ampel und letztendlich hat man einfach vergessen, zu antworten. Dennoch sollte man zumindest versuchen, dem Gesprächspartner eine geeignetere Reaktion als ein Schweigen zukommen zu lassen. Zumindest ein „Habe gerade keine Zeit“, „Melde mich später“ oder ein schlichtes „Weiß nicht“ sollte drin sein. Denn nach wie vor gilt der Grundsatz von  Paul Watzlawick: Man kann nicht nicht kommunizieren. Denn auch keine Antwort ist eine Antwort – wenn auch keine wertschätzende und angemessene.

 

Und außerdem: Man stelle sich mal solch ein Veralten in einem persönlichen Gespräch vor. Da unterhält man sich nett, stellt eine Frage und plötzlich dreht sich der Angesprochene ohne ein Wort zu sagen weg und geht. Dieses Verhalten würde wohl jeder als unverschämt bezeichnen. Und genauso verhält es sich beim Chatten.

 

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